19.07.2019

vorgestern sind wir ca wieder 3 stunden in berlin und es reicht zumindest für I., um fast alles an innerer ruhe was man in drei tagen urlaub in einer yurte in der uckermark ansammelt, aufzubrauchen. ein bisschen wie ein kaputter akku der jetzt wieder nur noch 4% hat. auf dem hinweg hatten wir schiss weil die einzigen wahlplakate die hingen natürlich afd waren. aber davon haben wir sonst nichts bemerkt, der vermieter war jedenfalls nicht afd. er führt uns auf sein schönes gelände mit bäumen und einem see und diversen tieren und eben der yurte von der man direkt auf eine pferdekoppel geguckt hat. eigentlich haben wir das die meiste zeit gemacht: auf die pferdekoppel geguckt. einer von den wallachen hat immer seinen kopf gegen irgendwas gehauen, sehr brutal. man nennt das koppen, wir haben gegooglet, er macht das weil ihm langweilig ist. ich hatte das erste mal seit ich denken kann empathische gefühle für pferde. außerdem haben wir noch lagerfeuer gemacht und stockbrot geröstet und dabei zufällig die mondfinsternis gesehen, das klingt megaromantisch und das war es auch.

auch das festival davor war schön, wenn es eine farbe wäre wäre es lilablau, es war so ein paar berliner wo ihre jugendjugend schon hinter sich haben fahren ein wochenende raus und leben ihre verbliebene extravaganz ein bisschen aus; das klingt aber schlimmer als es war, weil es alles berliner waren wurde viel geguckt aber wenig gesprochen, abgesehen von der gruppe rede ich glaube ich nur mit einem druffen amsterdamer  und seiner frau (ebenfalls stark kaugummi kauend) die sagt dass sie ein neun monate altes baby haben und es seit dem ihr erstes mal ist als paar dass sie wieder rausgehen. ich nicke nur und sage hauptsächlich wow amazing enjoy weil ich danach spiele, ich glaube es ist am zweiten tag, da schickt das festival so feuerartisten auf den floor. es ist ein bisschen lustig, also die situation, aber dadurch war der floor so richtig gefüllt das erste und einzige mal und die leute bleiben auch nachdem die halbnackten männer mit ihren feuerbällen wieder weg sind und feiern die musik extrem so als wäre ihnen gerade etwas erschienen.

gestern fahre ich zurück nach köln und habe keine richtigen gedanken dazu.

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