17.06.2019: sommer

es ist alles gesagt über den sommer. es ist erst sein anfang und die gehirne sind jetzt schon weich geköchelt, kölner schwülluft macht denken und beine schwer und man kann auch nicht kreativ sein, weil alles so uninspirierend ist wenn es heiß ist. es erzeugt einen stillstand, aus dem man wegfahren sollte, vielleicht ans meer, da ist stillstand ok. man sollte wenig bis nichts tun, nur vielleicht an einem schönen ort außerhalb deutschland und nicht in einer stadt, städte machen so fertig im sommer.
über die negativen aspekte der jahreszeit haben sich aber alle irgendwie auch schon genug ausgelassen, ich inklusive; flirrende asphaltwüste, der sommer als ein einziges nostalgisches narrativ, summertimesadness, sommmerloch, blablabla.

man sollte sich wahrscheinlich einfach in sie hineinfallen lassen, diese irgendwie dümmliche jahreszeit, die in deutschland immer eventcharakter haben wird, hitzefrei, karrierte kurzarmhemden, eis essen.
J. kommt gestern von der arbeit im eisladen nach hause, vollkommen entkräftet sagt sie mit ihrem süßen akzent die deutschen lieben eis und yeezys, dann verschwindet sie in ihrem zimmer für den rest des abends. es ist alles gesagt über den sommmer.