02.06.2019

schöne badestellen in köln sind rar, so wie vieles in köln rar ist, gerade im sommer, der gestern ausbricht. ab 25 grad verändert sich die stadtatmosphäre: asphaltprärie, flirrende luft, in der die leute unschlüssig rumwabern und aus lauter unschlüssigkeit dauernd eis essen und grillen im park, stimmengewaber, rauchschwaden, rückeneincremen, wasser in den beinen.
es ist schön, weil es so die dringlichkeit rausnimmt, aber auch schwierig, wegen des stillstands, sowas sage ich zu L., als wir an einer der wenigen schönen badestellen liegen, als wäre das eine neue erkenntnis. eigentlich denke ich das so wie vieles schon seit jahren und hab mir deshalb vorgenommen, diesen sommer wenig zu denken.

bewegungsdrang (auch ein sommereffekt), eine radikalisierung meiner abneigung gegenüber autos und mehrfach unnötig verpacktem essen (ich hasse beides mittlerweile wirklich mit inbrunst), zersetzung der spd, der grüngürtel ein grüner fluss in dem menschen in der hitze schwimmen, viele menschen. schöne badestellen in köln sind rar.