13.05.2019: ein wochenende

am freitagabend sitzen wir zu dritt vor drei gemüsesäften, sie leuchten gesund in weiß, orange und rot. es besteht nicht die geringste motivation etwas anderes zu trinken und den abend in irgendetwas zu transformieren außer gemüsesaft trinken und nach hause gehen. ich denke kurz dass wir wohl wirklich stark auf ende zwanzig zugehen und langweilig werden, aber alle sind happy damit, mhh machen wir, weil der gemüsesaft schmeckt, dann reden wir so und gehen nach hause.

ausgeschlafener samstagmorgen, vergessen was sonst war, aber war ausgeschlafen. nachmittags den immer seltener werdenden reflex gehabt etwas zu kaufen, zu shoppen. ich gehe aus einer weirden laune heraus in die innenstadt und weiß dass es eine schlechte idee ist. es ist die erwartete spätkapitalistische hölle, ich kaufe zwei platten und gehe schnell wieder.

männer mit hüten, weißweinschorle, laute monitorbox, ausmisten, twitter, europa, 4 to the floor laune, piroggen bei C. ist das, was vom restsamstag und dem darauf folgenden sonntag hängen geblieben ist.

der beste satz dieser tage kommt aus die stunde zwischen frau und gitarre von clemens setz, an dem ich aufrund seiner länge jetzt schon so lange lese, dass es zum ritual geworden ist, vor dem einschlafen ein paar seiten aus dem leben von nathalie, bibelartig, es ist wirklich viel zu lang aber dadurch so schön meditativ, es wird bestimmt komisch wenn ich das buch ausgelesen hab:

manchmal schien es ihr, als wäre die ganze tragik des lebens in der tatsache versammelt, dass man sich nicht selbst kitzeln konnte.

 

man könnt mit einer kleinigkeit/
die alberne zufriedenheit/ 
noch heute reduzieren

läuft dazu als ohrwurm