03.05.2019

draußen ist plötzlich alles ganz grün und buschig geworden, die natur hat sich aufgeplustert.

auf dem rückweg von S. ausstellungseröffnung im bonner kunstverein versuche ich festzustellen wie es in der bahn riecht, es riecht nach bahn und ein bisschen nach nassem boden.

ein teil der ausstellung, die sich mit duft auseinandersetzt, ist ein dufttagebuch, es liegt neben anderen texten und zeichnungen auf einem langen tisch, der in einem riesigen raum gefüllt mit schlechter luft steht, über den sich interessierte besucherInnen beugen.

eine abgeranzte matratze auszustellen (S. teilt sich die riesigen räume mit noch einem künstler, der das tut) denke ich zwischendurch, ist in etwa so wie wenn man 2019 zenit – waitin‘ in einen mix packt. vielleicht schon wieder geil.

für eine vernissage wirkt die stimmung fast gelöst, es gibt aber auch wein und bier for free und irgendwann gibt es sogar pizza, aber selbst dafür sind wir heute alle zu müde und gehen dann nach hause.

das allermeiste, das denke ich heute morgen und allgemein die letzten tage, macht man nur, damit etwas passiert.