09.04.2019

über allem flattert heute das gefühl dass sich die welt in 1 mürrischen stimmung befindet.

den moment verpasst rauszugehen, plötzlich alles dunkel und regen. weite teile des nachmittags in deswegen unzufriedener prokrastination verbracht. immerhin bisschen gelesen und etwa eine seite geschrieben.

neben anderen dingen zuckermais im glas gekauft, die hat l. früher manchmal gehabt, ich vermisse l.

es ist ein tag an dem es mich fertigmacht wie der mann vor mir an der kasse kurz vor der verwahrlosung steht, man sieht ihm an, dass er bis vor wenigen jahren (oder monaten?) ein halbwegs geordnetes leben hatte, er bedankt sich freundlich bei der kassiererin, als sie ihm das rückgeld für seine kleine flasche schnaps gibt, die er bis zum bezahlen in seiner dreckigen hand versteckt.

entscheidungen fällen als bräuchte man dafür nur eine axt und bisschen bizeps und vielleicht ein kariertes hemd für den look, als würden entscheidungen schon rumstehen in irgendeinem wald. das tun sie nicht, es ist nur ein sehr deutsches, irgendwie peinlich maskulines sprachbild. entscheidungen fällen.