05.03.2018

seit zwei tagen sitze ich tagsüber in kulturdeutschland. ich glaube es ist ca so wie beamtendeutschland nur die leute sind insgesamt prätentiöser und tragen tweetjackets (männer) oder lange, funktionsfreie seidenschals (frauen).
bisher ist es sehr höflich und gleichzeitig so versteift institutionell dass ich alle mal so durchkneten will.

nach feierabend (dieses wort ist furchtbar, es klingt nach kaffeeküche, tassen mit pfiffigen sprüchen und 40 stunden woche in der man behutsam eingeht und einen mausarm bekommt, es ist eierschalenfarbend und ich bin mir fast sicher dass es in dieser form nur auf deutsch existiert) mit p. getroffen dem ich jetzt auch in reallife respekt für seine wochenendaktion aussprechen konnte: als er samstag ins karnevalsverkaterte köln kam, ist er fast auf dem absatz wieder umgedreht und ist sonntag wieder zurück nach paris, wo er bis montag geblieben ist, weil er es so furchtbar fand hier.

ein paar vereinzelte marienkäfer laufen an unserer bank vorbei, eine hummel und ein paar piraten. ich gähne nicht das erste mal heute