28.02.2019

youtube spült mir vormittags auf algorithmusbasis ein langes interview mit leadsänger der band bilderbuch in den bildschirm, ich klicke play. auf social media bezogen sagt er ab minute 23:00 dass er sich manchmal nicht spürt wenn er auf seinem roller sitzt und an einem wunderschönen tag durch wien fährt. kein wind im gesicht.

solange man etwas fühlt während man durch die welt geht, sagt er, habe man eigentlich schon die basis für ein friedvolles leben in dieser gesellschaft geschaffen.

ich fühle diese sätze so stark dass ich daraufhin sofort das video pausiere, alle umliegenden endgeräte zuklappe oder ausschalte, auf romantisch in den nächsten wald gehe, rumgucke und aufatme, weil ich fühle und zwar positiv.

am nachmittag mit p’s mädchen-fußball-ag fußball gespielt. in der vorstellungsrunde stellen sich alle mit vornamen und alter vor, außerdem sagt jede stolz, wo sie oder ihre familie herkommt. ich finde das aus meiner politisch korrekten herkunft-egal-no-nation-no-border-bubble heraus betrachtet ultra entspannt und frage mich während der folgenden stunde (wir üben passen und stoppen) mehrmals, ob kinder lauter und unruhiger geworden sind oder ich einfach richtig unangenehm alt.

das interview guck ich vielleicht morgen zuende