23.02.2o19

wie in jeder stadt ist es samstags auch hier vor allem eins: zu voll. das ungute getümmel wird gesteigert durch die gelbwestenmasse, die auf dem place de la comédie lang und laut gegen? etwas protestiert. die atmosphäre reicht von aufgepeitscht über fadenscheinig bis beklemmend, unterschiedliche fahnen werden geschwungen: peace and love, trikolore, noch mehr trikolore, eine mit einem hund drauf, man weiß nicht wofür oder wogegen, hier ist alles dabei. schutzraum plattenladen.

als ich mich wieder raustraue sehe ich plakate, die sie überall an die wände geklebt haben, schwarze schrift auf weißem untergrund. ein sehr normal bis gepflegt aussehender typ streicht fast liebevoll eine falte des noch feuchten papiers glatt. „ni patron – ni macron“ steht da. zuhause lese ich, dass es auch versionen gibt, die „ni le pen, ni macron, ni patrie, ni patron“ heißen, die kompromissbereitschaft schwankt.

auf dem heimweg durch ruhigere straßen riecht alles ein bisschen nach nudelwasser, noch so ein samstagsding.

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