22.02.2019

sommerlich. nach gegönntem vormittag setze ich mich wieder auf ullis fahrrad, bzw stelle mich drauf, weil es mir immernoch zu groß ist. ziel: strand. im tshirt die lez entlang, pedale treten mit zehenspitzen oder eben stehend fahren. ich muss währenddessen häufiger an einen spinningkurs denken; die leute die mir entgegenkommen gucken mich an mit blicken die sagen wow, dynamisch. nee, anstrengend, denke ich zurück. der weg ist sehr idyllisch, ich freu mich aufs ziel.

am strand ärgere ich mich verschwitzt, dass ich keine badesachen dabei habe. das wasser ist eiskalt an den füßen, ein paar vereinzelte leute planschen trotzdem ganzkörperlich im glitzernden, entspannt dahinschwappenden mittelmeer. ich lege mich neidisch in den sand und versuche zu sein wie das meer, es klappt mittel. strand ist immer eine komische mischung aus zeitlosigkeit und fun, pommes und melancholie.

auf dem rückweg fällt mir ein, warum ich fahrradfahren nie ausnahmslos geil finden werde: gegenwind. er ist nicht nur superanstrengend, er erzeugt auch so ein pfeifendes geräusch das bei mir akustischen stress auslöst und alle anderen eindrücke schluckt. außerdem hat es immer diesen touch grünwählender vater aus dem prenzlauer berg der seine lebensweise für weltverbessernd hält und als zeichen dessen seine fürs radeln hochgekrempelte hose auf der rechten seite auch hochgekrempelt lässt wenn er in den alnatura geht.

ich habe heute 4,87€ ausgegeben.